Der Weg

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In unserer Fantasie sind wir einen Weg gegangen. Unsere Wege hatten ein persönliches Ziel, z.B. eine Lichtung oder eine bunte Wiese mit Tieren.

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Wir haben von einer Frau gehört, deren Traum es war, einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen, darin zu baden und das Salz auf ihren Lippen zu spüren. Auf ihrem Weg kam sie an eine große Wegkreuzung. Dort konnte sie sich nicht entscheiden, welchen Weg sie gehen sollte. Sie kam immer wieder zur Wegkreuzung zurück. Sie war am Ende alt geworden. Mit letzter Kraft kletterte sie mühsam auf einen riesigen Berg und sie sah, dass alle Wege zum Meer geführt hätten. Sie hat das Ziel ihres Lebens nicht erreicht.

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Wir haben gehört, dass Jesus viele Menschen geheilt, vielen geholfen hat. Jesus hat immer auf Gott seinen Vater vertraut und immer mit dem Herzen gesehen, mit dem Herzen gehört und mit dem Herzen gefühlt. Er ist seinen Weg immer weiter gegangen.

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Jesus holte vor dem Stadttor von Jerusalem einen Esel und ritt mit ihm durch das Stadttor. Als die Menschen ihn sahen, warfen sie ihre Kleider auf den Boden, damit Jesus und der Esel keine dreckigen Füße bekamen. Die Bewohner rissen Palmenwedel von den Bäumen wedelten ihm damit zu. „Jesus sei unser König wir lieben dich”, riefen sie. Doch Jesus lehnte ab. Er wollte nur ein König der Liebe sein. Jesus hatte nicht nur Freunde, sondern auch Feinde, die nicht wollten, dass er König wurde, die ihn sogar los werden wollten.

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Jesus und seine Jünger gingen in ein Wirtshaus. Bevor sie das Haus betraten, hat Jesus sich niedergekniet (er hat sich klein gemacht) und hat ihnen die Füße gewaschen. Er wusste, dass das sein letztes Abendmahl war. Denn unter seinen Jüngern war auch Judas. Er hat ihn für 30 Silberlinge verraten.

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Im Garten Getsemani wurde Jesus von Judas verraten und die römischen Soldaten verhafteten ihn. Er kam vor den Richter Pontius Pilatus und wurde zum Tod am Kreuz verurteilt. Jesus ging seinen schweren Weg weiter und starb am Kreuz. Er wurde in ein Felsengrab gelegt.

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Am dritten Tag nach seinem Tod ist Jesus von den Toten auferstanden. Er hat ein neues Leben bei Gott, seinem Vater. Sein Wort ist in Erfüllung gegangen: Mit mir ist es wie mit dem Weizenkorn. Es muss erst in die Erde gelegt, begraben werden, bevor daraus neues Leben entstehen kann.

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Auch wir gehen einen Weg, den Lebensweg und tragen unser Kreuz. Manchmal ist das Kreuz schwer, wenn wir unglücklich sind oder wenn es uns schlecht geht. Wenn wir uns freuen, ist das Kreuz leicht. Die folgende Legende haben wir in der letzten Stunde der Wegreihe gehört:

Die Menschen waren mit ihren Kreuzen unterwegs. Sie mühten sich ab mit ihrer schweren Last. Doch einem war sein Kreuz zu lang und zu schwer. Kurzerhand sägte er ein Stück ab. Nach langer Pilgerschaft kamen alle an einen tiefen Abgrund. Keine Brücke führte in das Land, das ewige Freude und Gottes sichtbare Nähe versprach. Alle legten nach kurzem Zögern ihre Kreuz über den Abgrund. Und siehe: Sie passten gerade. Der aber sein Kreuz abgesägt hatte, um es leichter zu haben, stand nun betroffen und verzweifelt da.

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Das ist für unser weiteres Leben ganz wichtig:

Der Weg, der vor uns liegt, ist weit.

Wir können ihn nicht überblicken.

Wir wissen nicht, wohin er führt.

Unterwegs dürfen wir rasten, aber nicht stehen bleiben.

Wir dürfen uns verlaufen und umkehren.

Müde dürfen wir werden, aber nie aufgeben.

Wir müssen unseren Weg weiter gehen.

 

Anna, Mara und Malou